Prozesskostenhilfe  



Hinweis zur Möglichkeit der Inanspruchnahme von Prozesskostenhilfe (PKH)



Prozesskostenhilfe ist eine Institution des früheren "Armenrechts", also eine Sozialleistung des Staates.
Sie wird auf entsprechenden Antrag hin durch das Gericht bewilligt.

Je nach Höhe des Einkommens des Antragstellers kommt Prozesskostenhilfe ohne oder mit monatlichen Ratenzahlungen in Betracht.

Neben der wirtschaftlichen Bedürftigkeit ist die Gewährung von PKH auch davon abhängig, dass das Gericht der Klage oder de Rechtsmittel auch hinreichende Erfolgsaussichten zumisst.

Die Einzelheiten der Prozesskostenhilfeverfahren sollten im persönlichen Gespräch mit dem Rechtsanwalt/der Rechtsanwältin geklärt werden. Zweckmäßig ist es daher, die Einkommensunterlagen und Nachweise über die monatlichen Ausgaben zum Erstgespräch in die Kanzlei mitzubringen.



WICHTIG ist, dass im Falle der Gewährung von Prozesskostenhilfe nur die Gerichtskosten sowie etwaige Kosten von Zeugen oder Sachverständigen sowie die Kosten des eigenen Rechtsanwalts erstattet werden können. Es werden nicht aber die gegnerischen Kosten übernommen, die im Falle eines Unterliegens im Prozess zu erstatten sind. Bei Scheidungsverfahren sind in der Regel die gegnerischen Prozesskosten nicht zu erstatten, da die Kosten gegeneinander aufgehoben werden, d.h. dass jede Partei ihre eigenen Gerichts- und Anwaltskosten selbst zu tragen hat.